Freiwasser-Weltcup in Somabay: EM-Ticket für Lea Boy
Das türkis-blaue Meer präsentierte sich in idyllischer Kulisse, bei der man sogar diverse Fische und Rochen sehen konnte. Mit rund 20 Grad waren die Temperaturen von Luft und Wasser jedoch eher kühl und ein kräftiger Wind sorgte für einen ordentlichen Wellengang. Dennoch schlug sich die erfahrene DSV-Auswahl bravourös:
Die Würzburgerin Lea Boy konnte sich bei ihrem Einzelrennen über 10km die Bronzemedaille sichern und das EM-Ticket lösen. In dem sehr kraftraubenden Rennen holte sich Moesha Johnson (Australien) nach 1:58:26,10 die Goldmedaille, wobei sie vom Start weg ein sehr hohes Tempo anschlug und so die Konkurrenz unter Zugzwang setzte. Ginerva Taddeucci (Italien) und Lea Boy gelang es, Anschluss zu halten und sicherten sich so Platz zwei in 1:59:14,70 und drei in 1:59,23,30.
Für Lea Boy bedeutete dieser dritte Rang nicht nur die Nominierung für die Europameisterschaft, sondern auch ein Platz in der 4x1500m-Staffel am Folgetag, in der sie zusammen mit Leonie Märtens, Oliver Klement und Florian Wellbrock antrat. Als Startschwimmerin erkämpfte sie hinter Spanien und Ungarn die dritte Position, die Märtens halten konnte und Klement um eine Position verbesserte. Schlussschwimmer Wellbrock – der Sieger vom Vortag über die 10km der Männer - startete die Aufholjagd und holte in 1:09:24,60 den Sieg für das DSV-Team.
Über den 10km-Wettbewerb der Herren startete der für die SG Stadtwerke München schwimmende Moritz Bockes. Im Gegensatz zu dem Damenrennen schwammen die Männer ganze vier Runden im großen Pulk zusammen, was an den Bojen und der Verpflegungsstation sehr herausfordernd war. Mit 1:53:25,80 kam der 22-jährige als 32-ster von 50 Finishern ins Ziel mit einem Rückstand von 2,26 auf den Sieger Florian Wellbrock. Wir gratulieren Moritz zu seinem Weltcup-Rennen.