Und das war die JEM Schwimmen
Sechs vollgepackte Wettkampftage vor gefüllten Tribünen liegen hinter den Aktiven zurück. Die neutralen Athleten haben dabei die meisten Medaillen gesammelt. Mit 15 Gold-, 10 Silber- und 11 Bronzemedaillen führen sie den abschließenden Medaillenspiegel vor Italien (5 Gold / 5 Silber / 4 Bronze) und Großbritannien (5 Gold / 2 Silber / 7 Bronze) an. Das DSV-Team landete dank einer Goldmedaille und jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen auf dem zehnten Platz.
Vom Bayerischen Schwimmverband durften drei Schwimmer die Wettkampfluft der großen Bühne schnuppern: Simon Brugger von der SG Stadtwerke München sowie Felix Brandner und Alexander Giesbrecht vom 1. FCN Schwimmen hatten sich qualifizieren können ...und alle drei kamen auch reichlich zum Einsatz:
Ganze 4800 Wettkampfmeter legte Simon an den sechs Wettkampftagen zurück. Der Langstreckenexperte startete am ersten Tag zum „warm werden“ mit den 200m Freistil, die er als drittbester von vier deutschen Startern beendete. Am zweiten Tag konnte sich der Freiwasserexperte über 1500m austoben. Mit 15:46,65 qualifizierte er sich als achter für den Endlauf, wo er den Platz bestätigte. Nach einem etwas verhaltenen Rennen im Vorlauf über 800m Freistil am vierten Wettkampftag startete er am Tag fünf als dritter Mann der 4x200m Freistil-Staffel, die sich mit der zweitbesten Vorlaufzeit für das Finale am Nachmittag qualifizieren konnte. Leider konnte das deutsche Quartett nichts mehr „drauf packen“ und belegte am Ende den undankbaren vierten Rang. Am Abschlusstag durfte Simon noch über die 400m Freistil ran. Als zweitbester Deutscher endete für ihn die JEM nach dem Vorlauf.
Die beiden Nürnberger Sprinter waren ursprünglich nur für die Staffeln nominiert worden. Dank ihrer guten Ergebnisse im Vorfeld entschlossen sich die Bundestrainer auch für Einzelstarts über 100m Freistil und 100m Schmetterling für beide. Bereits am ersten Veranstaltungstag stand die 4x100m Freistilstaffel auf dem Programm. Mit 50,12 hatte Felix die schnellste Zeit im deutschen Team, Alexander mit 50,54 die drittschnellste. Mit Platz neun verfehlte das Quartett ärgerlich knapp das Finale. Am dritten und fünften Wettkampftag durften die beiden bei ihren Einzelrennen über 100m Schmetterling und 100m Freistil in den Vorläufen wertvolle Wettkampferfahrungen sammeln. Mit guten Zeiten landeten sie auf Plätzen im Mittelfeld. Dank der besseren 100m Schmetterlingzeit beim Einzelrennen kam in der 4x100m Lagen-Staffel am letzten Tag Felix zum Einsatz, der mit 53,81 performte und dem Team zum sechsten Vorlaufplatz verhalf. Den gleichen Platz belegte die Mannschaft dann auch im Finale, wobei Felix exakt die gleiche Zeit wie im Vorlauf ablieferte.
Harald Walter, Präsident des bayerischen Schwimmverbands, zeigt sich zufrieden: „Dank des unermüdlichen Einsatzes der zahlreichen Helfer blicken wir auf eine wirklich gelungene Veranstaltung zurück. Sie hat eindrucksvoll bewiesen, dass München ein herausragender Standort für internationale Events ist.“