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Masters
16.03.2026

Wer auf die Hüpfburg wollte, musste in die Medaillenränge schwimmen

... zu der auch eine internationale offene Wertung gehörte. Zwei Teilnehmer des Cyprus Master Swimming Assoziation Club mit insgesamt acht Starts machten den Wettbewerb tatsächlich international.

Von den 391 Teilnehmern stammten jedoch die meisten aus den 63 bayerischen Vereinen. Lediglich ein Teilnehmer aus Hessen und einer vom Sächsischen SV waren zu Gast in Oberbayern. Mit 1270 Einzel- und 119 Staffel-Meldungen lagen die Startzahlen knapp über denen des Vorjahres, was auch die Länge der Veranstaltung erklärt: von 9.00 Uhr bis 18.35 Uhr wurde um Titel und Zeiten gekämpft.

Großes Lob gebührt daher allen Kampfrichtern und den Schiedsrichtern der Veranstaltung, die natürlich ebenfalls so lange durchhalten mussten und dies einmal mehr mit Bravour gemeistert haben.

Im neuen Gerolsbad hatten die Verantwortlichen des MTV 1862 Pfaffenhofen alles getan, dass sich die Athleten auch unter ungewöhnlichen Bedingungen zu Hause fühlten: um ausreichend Platz zu haben, mussten die Athleten aus dem Bad, um in eine Turnhalle zu gelangen, welche der hauptsächliche Aufenthaltsraum der Aktiven war. Die Durchsagen waren dort bestens zu hören und per Bildschirm konnte man auch dort die Rennen im Becken verfolgen.

Als absolutes Highlight erwies sich das Siegerehrungspodest: ein aufgepumptes Airtech-Podium. Quer durch alle AKs wurde das Podest als Hüpfburg „missbraucht“. Fast enttäuscht waren einige, als das Podest erneut aufgepumpt wurde und nun die Hüpfburg nicht mehr so gut funktionierte.

…um auf der Hüpfburg zu gelangen, musste man eine ausgezeichnete Leistung zeigen und davon gab es natürlich wieder viele. Zweimal fiel sogar der deutsche Rekord: Claus Swatosch vom 1. FCN Schwimmen setze mit 1:01,04 in der AK 65 über 100m Freistil eine neue Bestzeit und entschied mit 1003 Punkten natürlich auch die offene Wertung für sich - wobei ihm Alfred Seeger (TSV 1850 Lindau) mit 909 Punkten recht nahe kam.

Den zweiten Deutschen Rekord der Veranstaltung erzielte die 4x100m Freistilstaffel, die mit einem Einlagerennen einen Rekordversuch angemeldet hatte. Katja Otto, Kathrin Gliesche, Karin Bartel und Veronika Ehrenbauer-Backhaus schraubten in der AK 160 den Rekord von 4:32,00 auf 4:08,76. Ein neuer Maßstab, der sicherlich nur schwer zu knacken sein wird.

Auch auf 50m und 200m Freistil lag Swatosch mit 954 und 927 Punkten an der Spitze der offenen Wertung. Sich insgesamt dreimal an die Spitze der Punktewertung zu schwimmen gelang neben Claus Swatosch nur Sander Liebig (AK 20) von TSV Erding. Er erschwamm über 100m Lagen sowie über 50m und 100m Brust die besten Leistungen.

Am engsten beieinander lagen die Erst- und Zweitplatzierten der offenen Wertung sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen über 50m Schmetterling. Während Katja Otto (AK 45, SG Stadtwerke München) mit 918 Punkten vor Amelie Zachenhuber (AK 20, TSV Erding) und Karina Sommer (AK 30, SSG Neptun Germering) gewann, die 909 bzw 907 Punkte erschwammen, siegte bei den Männern Jochen Lohmann (AK 50, SG Stadtwerke München) mit 843 Punkten. Milan Tanuska (AK 60, TV 1862 Passau) landete mit einem Punkt weniger auf Rang zwei.

Die höchste Punktedifferenz zwischen Platz ein und zwei wurde über 50m Rücken bei den Männern erzielt. Der 93-jährige Fritz „Itze“ Ilgen von TSV 1850 Lindau hatte nur diesen einen Start gemeldet. Mit 51,94 gewann er aber nicht nur die 50m Rücken konkurrenzlos; er siegte auch in der Gesamtwertung mit 951 Punkten. Die zweihöchste Punktzahl ging an Yannick Buschhardt (AK 30, SV Wacker Burghausen), der 764 Zähler für seine 27,91 bekam. Auch über 100m Brust der Damen siegte die älteste Teilnehmerin des Gesamtfeldes: Luisa Knöpfle (AK 85, SG Stadtwerke München) erschwamm mit 1:58,73 955 Punkte und verwies damit Violette Schlesinger (AK 55, SV Dachau 1925), die für ihre 1:27,87 944 Punkte bekam, auf den zweiten Rang.

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